Neuer Name schon lange Programm

Aus dem ehemals als Begleitorchester gegründeten Collegium Musicum ist zum 1.1.2016 das Sinfonieorchester Paderborn geworden. Wer die Entwicklung dieses Orchesters mit verfolgt hat, kann nur konstatieren, dass diese Namensgebung folgerichtig ist. Während das Laienensemble, das 1966 von Prof. Paul Kötters ins Leben gerufen wurde, zunächst eine enge Bindung an den Motettenchor Paderborn aufwies, emanzipierte es sich unter seinen folgenden Dirigenten immer mehr von diesem Chor und wandte sich schon in den 80-er Jahren auch der sinfonischen Literatur zu. Seit vielen Jahren bildet das traditionell im Frühjahr stattfindende Sinfoniekonzert den Höhepunkt der jährlichen Arbeitsphase des Orchesters und ist aus der Paderborner Musiklandschaft nicht mehr wegzudenken.

Seit November 2011 arbeitet das Orchester gewinnbringend mit Merijn van Driesten zusammen. Unter der ambitionierten Leitung des Niederländers entwickelt sich das Ensemble durch den Aufbau einer eigenen Blechbläsergruppe zu einem vollständigen Sinfonieorchester und widmet sich nun den großen Werken der klassisch-romantischen Orchesterliteratur.

Unser Dirigent

Merijn van Driesten dirigiert das Collegium musicum Paderborn seit November 2011. Unter seiner Leitung entwickelt sich das Ensemble immer mehr zu einem vollständigen Sinfonieorchester und spielt die großen Werke der klassisch-romantischen Orchesterliteratur.

Der Niederländer studierte zunächst Klavier in Utrecht und Amsterdam. Nach einer freischaffenden Tätigkeit als Kammermusiker, Liedbegleiter und Dozent am Musikseminar Hamburg, studierte er Dirigieren bei Prof. Christoph Prick an der Hamburger Musikhochschule.

Ab 2007 arbeitete er an verschiedenen Theatern als Kapellmeister und Repetitor, wo er ein großes Repertoire an Bühnenwerken und Konzertliteratur spielte und dirigierte. Sein besonderes Interesse hat dabei die Aufführungspraxis barocker und klassischer Musik, die er oft am Cembalo begleitet. Seit 2014 ist er Kapellmeister und Studienleiter am Theater Bielefeld, wo er neben Vorstellungen von zum Beispiel „Così fan tutte“, „Die Fledermaus“, „Tosca“, „Madama Butterfly“ und „La Cenerentola“ auch eigene Produktionen dirigiert, wie zum Beispiel „Xerxes“ von Händel in 2015. In der laufenden Spielzeit stehen Vorstellungen von u.a. „Die Zauberflöte“, „Tannhäuser“ und die europäische Erstaufführung von „Dog Days“ vom amerikanischen Komponisten David T. Little an.

„Wollt ihr wissen, ob ein Land wohl regiert und gut gesittet sei, so hört seine Musik.“
Konfuzius